Julia's thoughts

Meine Gedanken / my thoughts

Eine Hexe

Es war eine kalte Novembernacht, im Jahre 1448, da war eine Hexe. Diese Hexe hatte eine gute Freundin, Ayu. Und wie das Schicksal so war, war Ayu tief krank. Aber nicht eine Krankheit der körperlichen Art, nein, es war eine Krankheit des Geistes. Natürlich wusste niemand genau was dies bedeutete, geschweige denn konnte sagen was genau nicht stimmte. 

Und so kam es, dass eines Nachts die Hexe, Rami ihr Name, mit Ayu sprach. Ayu zitterte und schien sehr traurig zu sein, ihr Mundwinkel waren durchgehend nach unten gelenkt. Sie sprach: „Oh Rami, wie kommt es nur das du so mächtig bist und ich einfach nur ein normaler, langweiliger Mensch bin.“ Und so antwortete Rami: „Dies ist ein Geschenk der Götter, sie gaben mir die Gabe und die Aufgabe Menschen zu helfen. Menschen wie dir.“ 

Dies schien Ayu nicht zu erleichtern, ihre Augen schienen noch trauriger, ihre Mundwinkel konnten kaum noch tiefer gezogen werden. 

Und diese Nacht geschah das unnennbare. Ayu versuchte sich das Leben zu nehmen. Sie hinterließ keinen Abschiedsbrief, sie war dem Tod nahe, lag in ihrem Bett, und hatte sich mit einem Messer in das Herz gestochen, dass weiterhin dort verweilte. In dieser Nacht fühlte Rami eine Erschütterung, eine plötzliche Traurigkeit, die sie überfiel. Sie dachte an Ayu, und ihr verhalten und Worte des letzten Tages. 

Sie nahm ihre Kräuter, ihren Stab, der die Form eines Gehstabes hatte, und eilte zu Ayus Heim. Dort fand sie Ayu auf, in ihrem Zustand und sah das wie nahe sie dem Tod war. Sie wusste, dass wenn sie jetzt das Messer herauszöge, das Ayu verbluten wurde. So nahm die Hexe ihre Kräuter, mischte die richtige Kombination. Sie rief ihre Schülerin, Akirua herbei und gemeinsam rissen sie ihr das Messer aus der Brust und Akirua rieb ihr die Kräutermischung in die Wunde, während ihre Meisterin eine lange Litanei fremder Worte sprach und die Wunde heilte. So retteten sie Ayu. 

Ayu erwachte bald danach, jedoch war sie nicht dankbar, nein sie war wütend, hatte Tränen von Wut in den Augen. Wieso hätten die Hexen sie nicht einfach hätten sterben lassen können. Doch das sprach sie nicht aus, nein sie dankte ihnen und tat als ginge es ihr wieder gut, als wären ihre Tränen vor Dankbarkeit. 

Julia

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